Ein Brot, das keines ist: Bananenbrot

Geht gar nicht: Schlechte Übersetzungen. Vor wenigen Jahren noch waren Buchübersetzungen manchmal ein wenig fragwürdig. „Er war ungefähr 1,78463 m groß.“ Aber nur geschätzt. Die sechste Nachkommastelle fehlt leider, also können wir nicht ganz sicher sein. Oder auch, wenn Übersetzer dachten/denken, man müsse einen Begriff Wort wörtlich übersetzen… Diese Problematik kennen sicher viele von euch.

Wenig schön finde ich auch die wörtliche Übersetzung des „banana bread“ mit Bananenbrot. Ein Brot ist für gewöhnlich herzhaft und seine Konsistenz ist eher fest. (Natürlich gibt es Ausnahmen.) Kuchen wird durch die Zugabe von Ei und Fett fluffig und saftig. Und natürlich ist Kuchen süß. Warum also BananenBROT? Das Internet weiß auch keine wirkliche Antwort dazu. Vielleicht liegt es ja an der kastigen Form, wer weiß, auf jeden Fall ist dieses Brot süß-bananig und perfekt für das schnelle Frühstück. Nur vorher backen muss man es noch. 😉

Banana bread - Bananenbrot bzw. Kuchen mit Kokos

Ob Brot oder Kuchen: Im saftigen Bananen-Rührteig verstecken sich kleine Schokoladenstückchen.

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Sommer auf dem Teller: Tomaten-Tarte

Auch wenn es die letzten Tage noch warm war, so merkt man doch so langsam die Vorboten des Herbsts. Und damit meine ich nicht zwangsläufig die unvermeidlichen Kürbisse. (Ich hab mir auch schon welche gekauft… ;))

Wenn ich um kurz vor sechs Uhr aufstehe, ist es noch dunkel. Die Sonne wird erst in den nächsten Minuten aufgehen, während ich in der Küche meine Haferflocken esse und mir den obligatorischen (lebensnotwendigen) ersten Espresso brühe. Draußen ist es angenehm kühl und klar. Der ganze Rasen und alle Pflanzen sind mit Tau bedeckt, sodass man auch die kleinen Spinnwebchen überall im Gegenlicht erkennen kann. Noch einmal tief durchatmen, bevor der Tag beginnen kann.

Jetzt gibt es noch die letzten Tomaten die gerade so reif werden. Wenig später werde ich sie alle abnehmen müssen um sie in meiner Küche nachreifen zu lassen. Draußen wird es dann schon zu unwirtlich und kalt sein, dann, wenn die Blätter über die grün-braune Wiese geweht werden.

Tarte aus Dinkelmehl, Butter und Frischkäse.

Einfache und schnelle Tarte mit den letzten kleinen Cocktailtomaten.

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Herbstbote: Zwetschgendatschi

Aktuell sind sie überall: Äpfel, Birnen, Tomaten und vieles mehr. Die Natur scheint es gut zu meinen. Und auch die Zwetschgenbäume die direkt neben der Kunstmühle in Fahlenbach stehen, biegen sich unter der Last der Früchte. Eng an eng hängen sie dort nebeneinander. Matt und dunkelblau bzw. lila verstecken sie sich hinter den Blättern. Manche sonnen sich auch noch ein letztes Mal, bevor sie in meinen Eimer landen. Ein paar der Zwetschgen liegen schon auf dem Boden – dieser Geruch ist in meinem Gedächtnis eingebrannt, so einprägsam süß-säuerlich. So riechen die Vorboten des Herbsts.

Die Bäume stehen nicht weit von der Straße und ich kann die Menschen beobachten die vorbei fahren. Vor allem aber diejenigen, die an der Ampel stehen, denn die Brücke vor der Mühle wird ja zur Zeit neu gebaut. So sehe ich also den stoppenden und wieder anfahrenden Autos und Rädern zu, während ich unter dem Zwetschgenbaum stehe und eine Frucht nach der andere pflücke.

Zwetschgen für einen einfachen Hefe-Datschi

Alle anderen Zwetschgen sind im Kuchen gelandet. Diese hier wurden mein Frühstück. Mit Haferflocken natürlich. 😉

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Khachapuri – Käsebrot mal anders

Es ist wohl mittlerweile allgemein bekannt, dass sich in meinem Wohnzimmer kleine Grüppchen gebildet haben. Da gibt’s die Nigel Slater-Fraktion, gleich daneben ein paar Mitbringsel aus den USA. Im Einbauschrank (retro, aus den frühen 70gern, ja, ich bin alt, aber der Schrank ist älter) befinden sich dann so Klassiker wie Ottolenghi, Oliver und auch die Weber-Bände vom Mann. Abgetrennt davon: die Backbücher.

Meiner Meinung nach könnte es viel schlimmer sein, der Mann findet, es sind genügend. Denn seine Grill- und Kochbücher werden langsam aber sicher an den Rand gedrängt. Eigentlich eröffne ich nur immer wieder neue Kochbuch-Rubriken, ordne neu an, entsorge aber auch wenn es sein muss. Was gar nicht geht: Rezepte die nicht klappen. Was sehr grenzwertig ist: Rezepte ohne Bilder. Was denken sich Autoren eigentlich dabei? Wunderschöne Bilder zeigen in Farbe die Zutaten oder das fertige Werk. Nur bei manchem Rezept ist da nur schwarz auf weiß der Text. Motivation gleich null. „Das Rezept ist nicht so toll, da machen wir kein Bild dazu.“ Da blättert man dann schon leicht drüber, wenn man so auf Äußerlichkeiten bedacht ist wie ich. Hätte es ein Bild zu folgendem Rezept gegeben, dann wäre es doch schon längst in meinem Repertoire aufgenommen worden…

Khachapuri - Brot-Käse-Taschen mit Ei

Kleine Teigschiffchen gefüllt mit Käse und optional mit Ei.

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Flocken-Special: Müsli-Muffins mit Birnen

So oft wie ich mit Haferflocken in der Küche arbeite, könnte fast jeder zweite Beitrag ein Flocken-Special sein. 😉 Aber nur fast. Ich versuche euch nicht zu sehr mit meiner Flocken-Liebe zu vertreiben.

Aber heute muss es einmal wieder sein, denn die Muffins, die ich gebacken habe, waren so unglaublich gut. Und tendenziell gesund. 😀 Durch die hohen Temperaturen hat sich die Reifephase von Obst und Gemüse um ca. einen Monat nach vorne verschoben. Darum gibt es jetzt schon die große Birnenschwemme. Da gibt’s nur eins: Backen! Und Essen!

Muffins mit Haferflocken und Birnen

Die Flocken-Muffins mit Streuseln in der Übersicht.

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Brotsalat auf italienisch: Panzanella

Was ich (bekanntlich) nicht mag, sind Reste. Bei uns gibt es sie, dank dem Mann, selten. Eigentlich streiten wir uns eher darum, wer das letzte Stück Pizza bekommt. Im Zweifelsfall lasse ich Gnade walten und der Mann bekommt das Stückchen. Aber nur, weil ich dann mehr Nachtisch bekomme. 😉 Was ich nicht alles für Kuchen tun würde…

Es kommt allerdings schon öfter vor, dass etwas Brot übrig bleibt. Vor allem nach Partys ist immer ein halbes Baguette oder Ähnliches zu viel. Und am nächsten Tag ist diese Art Gebäck dann meist trocken und unansehnlich. Im Sommer mag ich dann nicht zwangsläufig Knödel oder Brotauflauf machen. Darum gibt es heute (m)ein Rezept für einen sommerlichen Salat mit Weißbrotresten. (Das mit den Resten muss ja keiner wissen. 😉 )

Italienischer Brotsalat Panzanella mit Pita.

Hier kann man nicht nur Brotreste, sondern auch Tomaten verwerten. 😀

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Schnelles Nachmittagssüß: Sommerliche Galettes

Auch wenn wirklich schon jeder ein Bild davon gesehen hat, müsst ihr da durch. Endlich bin auch ich dazu gekommen, Kuchen-Galettes zu backen. Das habe ich schon so lange vorgehabt, aber immer kam mir etwas anderes dazwischen. 😉 Selbstgemachte Bandnudeln, der superschokoladige Beeren-Traum und die kleinen, süßen Johannisbeer-Muffins. Und da steht noch einiges mehr auf meiner Backliste! Tag für Tag laufen mir Inspirationen über den Weg – meist in Form von Bildern. Ein schönes Foto macht, zumindest mir, Lust darauf zu Backen oder zu Kochen, in irgendeiner Art und Weise kreativ zu werden. Und so sammeln sich Ideen und Zutaten bei mir an, die verarbeitet werden möchten.

Und da ich ja gerne saisonales Obst und Gemüse verwende, bin ich oft nicht ganz so früh dran mit den Rezepten. Dafür ist das Obst aber auch wirklich in der kältesten Region reif. 😉

Kleine rustikale Obst-Törtchen.

Galette mit verschiedenen Früchten – nicht nur aus dem Garten.

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Ein letztes Mal: Muffins mit schwarzen Johannisbeeren

Eigentlich wäre dies mein allererstes Rezept gewesen. Also nicht ganz, aber ein ziemlich Frühes. Von vor 2 Jahren! Die Zeit fliegt…

„Ich behaupte jetzt einfach mal, dass sie, ähnlich wie Stachelbeeren, ein Schattendasein führen. So hübsch sie auch aussehen, so ganz in schwarz, sie schmecken erst nach Verarbeitung. Zu empfehlen: Schwarze Johannisbeer-Marmelade mit Banane. Oder eben diese wunderbaren, leicht säuerlichen Muffins. Das Rezept stammt aus „Tender / Obst“ von Nigel Slater, einem Buch, dass ich zu schätzen gelernt habe. Es ist nach Obstsorten unterteilt und behandelt jede ausführlich, so wie die passenden Geschmackskomponenten. Es gibt dort Rezepte für Süßes, aber auch für Herzhaftes – und da ich eh viel öfter Obst in Essen integrieren sollte, gibt dieses Kochbuch schöne Denkanstöße.“

Muffins mit schwarzen Johannisbeeren

Mit oder ohne Kakao, dass ist hier die Frage. 😉

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Aus Nachbars Garten: Schoko-Traum mit oder ohne Beeren

Das Gras auf der anderen Seite des Zauns ist immer grüner. So heißt zumindest ein altes Sprichwort. Wirklich? Also ich sehe da nur viel Arbeit auf der großen Wiese nebenan. 😉

Denn neben unserem Haus steht das Haus meiner Großtante. Der Garten, der dieses Haus umgibt, war für mich als Kind immer verwunschen. Dicht bewachsen und unbekannt lag er dunkel und grün direkt neben dem unseren. Hier kannte ich jeden Baum und jedes Geheimnis, zumindest glaubte ich das. Nebenan, das war dann schon eine andere Sache: Viele alte und knorrige Obstbäume und an einem Ende des Gartens ein langer Hang mit Wiese. Also so richtig mit hohem Gras, Wildblumen und Bienenstöcken auf der anderen Seite der Grenze. Für Flora und Fauna ein Paradies, hier konnten sich die Insekten austoben. Dennoch war ich selten in diesem Garten nebenan, er war mir nicht ganz geheuer. Dicht bewachsen und ein wenig dunkel – so erinnere ich mich an ihn.

Schokoladenkuchen mit Dinkelmehl und frischen Beeren aus dem Garten

Saftiger Schokoladenkuchen, in der sich eine Schicht frischer und leicht saurer Früchte verbirgt.

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Soulfood: selbstgemachte Pasta aus Hartweizengrieß

Manchmal braucht man das einfach. Nach einem anstrengenden Tag hilft ab und an nur noch ein großer Teller dampfender Nudeln. Egal ob mit Soße oder ganz einfach aglio e olio. (Der Knoblauch in unserem Garten ist auch schon soweit!)

Manchmal hat man aber auch einfach nur so Lust auf Pasta. Und wer ein wenig Zeit mitbringt, kann diese sinnvoll in die Nudelproduktion investieren. 😉

Nudeln aus Hartweizengrieß mit Gemüse aus dem Garten

Selbstgemachte Bandnudeln mit frischen Kräutern und Gemüse aus dem Garten.

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