Ein Brot, das keines ist: Bananenbrot

Geht gar nicht: Schlechte Übersetzungen. Vor wenigen Jahren noch waren Buchübersetzungen manchmal ein wenig fragwürdig. „Er war ungefähr 1,78463 m groß.“ Aber nur geschätzt. Die sechste Nachkommastelle fehlt leider, also können wir nicht ganz sicher sein. Oder auch, wenn Übersetzer dachten/denken, man müsse einen Begriff Wort wörtlich übersetzen… Diese Problematik kennen sicher viele von euch.

Wenig schön finde ich auch die wörtliche Übersetzung des „banana bread“ mit Bananenbrot. Ein Brot ist für gewöhnlich herzhaft und seine Konsistenz ist eher fest. (Natürlich gibt es Ausnahmen.) Kuchen wird durch die Zugabe von Ei und Fett fluffig und saftig. Und natürlich ist Kuchen süß. Warum also BananenBROT? Das Internet weiß auch keine wirkliche Antwort dazu. Vielleicht liegt es ja an der kastigen Form, wer weiß, auf jeden Fall ist dieses Brot süß-bananig und perfekt für das schnelle Frühstück. Nur vorher backen muss man es noch. 😉

Banana bread - Bananenbrot bzw. Kuchen mit Kokos

Ob Brot oder Kuchen: Im saftigen Bananen-Rührteig verstecken sich kleine Schokoladenstückchen.

Der Mann war ja, wieder einmal, skeptisch. Denn das Brot ist mit Weizenvollkornmehl. Dazu habe ich noch Zarbitterschokoladen-Tropfen und kandierten Ingwer hineingepackt. Außerdem ist es nicht besonders süß – die Blutzuckerwerte müssen ja nicht schon beim Frühstück durch die Decke gehen. Müssen nicht, aber dürfen – manchmal schon, sonst wäre es ja langweilig. 😉

Auf jeden Fall hat der Mann ein Minimini-Stück gaaanz vorsichtig probiert. Glücklicherweise war er schnell überzeugt. Ob es Wohl an der Möglichkeit liegt, das Bananenbrot mit Erdnussbutter zu kombinieren? 😀 Egal, Hauptsache es schmeckt. Das könnte auch an den minimalen Mengen brauner Butter und der Kokosmilch liegen…

Bananenbrot mit Kokos und dunkler Schokolade

Kein Muss, aber der Schokoguß macht sich sehr gut auf dem sonst nur leicht süßem Kuchen.

Wenn schon wenig Zucker im Kuchen/Brot ist, kann man doch den anderen Zutaten nicht böse sein, oder? 😉

Rezept
115 g Butter
100 g Rohrohrzucker
2 Eier (M oder L)
Vanille
ca. 200 ml Kokosmilch
3 reife Bananen (zermantscht)
300 g Weizenvollkornmehl
1/2 Packung Weinsteinbackpulver
eine Prise Salz
50 g Zartbitter Schokoladen-Tröpfchen
50 g kandierter Ingwer, in kleine Stückchen geschnitten

Zunächst die Butter schmelzen und bräunen. Ständig rühren und die Butter nicht verbrennen lassen, das ist schnell passiert. Dann gut auskühlen lassen.
Zucker und Eier ein paar Minuten cremig aufschlagen. Die Butter ganz langsam und unter ständigem Rühren einlaufen lassen. Die zermatschten Bananen zugeben und kurz unterrühren. Mehl, Backpulver, Salz und Vanille mischen und dann etwa die Hälfte zur Eiermischung geben. Einen Teil der Kokosmilch zugeben und unterrühren, dann den Rest Mehl und danach die Milch. Schokoladen-Tröpfchen und Ingwer noch kurz unterheben und das ganze in eine große, gut gebutterte Kastenbackform geben. Bei 175 °C Ober- und Unterhitze ca. 75 Minuten backen. Gut auskühlen lassen und zum Beispiel mit einem Guß aus Zartbitterschokolade verzieren. Eventuell noch mit Kokosflocken und Bananenchips dekorieren.

Saftiger Bananenkuchen mit Kokosmilch und Vollkornmehl

Der super-fluffige Kuchen von Innen. Man könnte auch noch mehr Schokotröpfchen nehmen… 😉

Und noch etwas: Der kandierte Ingwer passt einfach hervorragend zur Zartbitterschokolade, also nicht weglassen. 🙂

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Annabelle

Liebt es in der Küche zu stehen, hat ein großes Herz (und einen großen Magen) für Kuchen, kocht aber auch sehr gerne (wegen des Magens, der nicht immer auf Kuchen steht ;)). Sonstiges: (Koch-)Bücher, Fotografie, Obst-& Gemüse-Anbau.

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