Soulfood: selbstgemachte Dinkel-Lasagne

Manchmal muss es einfach sein: das ausführliche Kochen. Da überlege ich mir schon ein paar Tage vorher, was es geben könnte. Dann wird das erste Mal eingekauft und alles über den Haufen geworfen, weil es etwas gar nicht oder nicht in der Qualität gibt, die ich gerne hätte. Das idyllische Landleben und so. 😉

Dann geht’s ein zweites Mal zum Einkaufen. Das kann Spaß machen, oder auch nicht. Darum gibt es auch manchmal relativ flexible Rezepte, wie Lasagne (wo man alles verbrauchen kann, was noch so im Kühlschrank lagert).

Lasagne-Platten selbst gemacht aus Dinkeldunst
Frische Lasagne direkt aus dem Ofen – mit selbstgemachten Nudel-Platten.


Ja, Nudeln selbst zu machen benötigt immer mehr Zeit, als eine Packung zu öffnen und die gekauften Spaghetti/Orichette/Farfalle oder was auch immer ins Wasser zu werfen. Dafür hat die selbstgemachte Pasta eine wirklich schöne Konsistenz und schmeckt mir (und dem Mann) auch besser.

Sicherlich ist da auch immer eine Portion Stolz dabei: Teig herstellen, im Kühlschrank gehen lassen und dann ausrollen und portionieren. Mit den Zutaten kann man auch sehr schön spielen, indem man beispielsweise (gekochtes) Gemüse wie Spinat oder Rote Beete zugibt. Gewürze passen auch wunderbar in den Nudelteig und mit Kräutern kann man wunderschöne Muster zaubern. 😉

Nudeln selbst machen mit Dunst
So sieht das dann aus: Chaos auf der Arbeitsplatte. Man braucht viel Platz…

Ganz wichtig beim Nudeln selbst machen: Zeit einplanen. Manchmal reißt der Teig ein, weil er sich irgendwo an der Nudelmaschine verhängt hat und der beste Zeitplan ist dahin.

Zu zweit ist alles einfacher. Sucht euch einen Partner eurer Wahl, der hilft, die immer länger werdenden Platten durch die Maschine zu ziehen. Drehen, halten, ziehen – mit nur zwei Händen stößt man schnell an seine Grenzen.

Ganz wichtig ist auch die Küche leer zu räumen. Je mehr Platz man für die Platten hat, desto besser kann man arbeiten und sich ausbreiten. Nichts ist schlimmer als zusammenklebende Nudelplatten. Ich spreche aus Erfahrung. Leider. 🙂

Dinkellasagne selbst machen mit Dinkel-Dunst
So sehen die Platten dann in etwa aus. Natürlich kann man die Enden noch schön abschneiden. (Oder man verdeckt sie mit Soße.)

Rezept

  • 500 g Dinkeldunst
  • 3 Eier (M)
  • Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • ca. 150 ml Wasser

ACHTUNG: Dieses Rezept hat bei mir für 4 Lasagnen gereicht. Zwei habe ich sofort gemacht und die übrigen Nudelplatten dann eingefroren.

Dunst, Eier, Öl und Salz mischen, dann das Wasser immer schluckweise zugeben und gut kneten. Den fertigen Teig, der nicht zu weich sein sollte für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank geben. Danach weiterverarbeiten.

Für meine Lasagne habe ich die Nudeln dünn ausgerollt und dann für ca. 1-2 Minuten vorgekocht. Ob das unbedingt sein muss, weiß ich nicht. Ich werde es bei Zeiten probieren und werde dann berichten.

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Annabelle

Liebt es in der Küche zu stehen, hat ein großes Herz (und einen großen Magen) für Kuchen, kocht aber auch sehr gerne (wegen des Magens, der nicht immer auf Kuchen steht ;)). Sonstiges: (Koch-)Bücher, Fotografie, Obst-& Gemüse-Anbau.

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