Beiträge mit Tag ‘Dinkelmehl’

Sonntagsbrunch: Pfitzauf – popover

Es ist Sonntag. Die Sonne glitzert auf dem Schnee und es ist klirrend kalt. Drinnen hingegen ist es mollig warm. Das Haus duftet verführerisch nach frisch aufgebrühtem Kaffee und ein Hauch von frisch Gebackenem liegt in der Luft. Ein paar Kerzen brennen auf dem Tisch und beleuchten einen Strauß bunter Tulpen. Es klingelt und der Besuch für euren Sonntagsbrunch steht gut gelaunt vor der Tür. Alle setzen sich, in froher Erwartung des nun Kommenden.

Jetzt stellt euch vor, ihr öffnet den Ofen und bringt eine Form voller dampfender Köstlichkeiten auf den Tisch. Kleine Kuchen – wobei das Wort Kuchen dieses Gebäck nicht im Geringsten trifft. Wie Muffins sehen sie aus, der Teig ist aber ähnlich dem eines Pfannkuchens. Locker, leicht, Innen weich, Außen zart-blättrig. Auf dem heißen Pfitzauf schmilzt die Vanillesahne wie Schneeflocken auf der Zunge. Die leichte Säure der Kirschen harmoniert perfekt mit der Süße des Gebäcks und der Sahne. Jemand fragt „Warum ist der FI-Schalter draußen?“

Traditionelles schwäbisches Gebäck mit Dinkelmehl

Pfitzauf oder popover in einer Tonform gebacken – es klappt aber mindestens genau so gut in einer Muffinform.

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Schnelle Plätzchen: einfache Plätzchen/Sablés/Shortbread mit Pistazienrand

So, in der letzten Woche vor Weihnachten habe ich noch ein paar wirklich schnelle und einfache Plätzchenrezepte. (Schnell und einfach nur dann, wenn man nicht enorme Massen produziert… Denn dann zieht sich das Backvergnügen enorm in die Länge.;) )

Den Start macht ein Rezept für Plätzchen, die auch gerne ein paar Tage kalt stehen können aber nicht müssen. Sozusagen für die last-minute-Geschenke. 😉

Backen mit Dinkelmehl

So einfach aber doch so gut: Schnelle Plätzchen mit Pistazienrand.

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Krampus-Kuchen

Eigentlich war dieses Rezept gar nicht dafür gedacht online zu gehen. Aber das konnte ich euch einfach nicht vorenthalten.

Zu Omas Geburtstag letztes Wochenende sollte ich einen Kuchen backen. Da es schon eine Himbeer-Sahne-Torte und einen steirischen Apfelkuchen gab, wollte ich irgendetwas normales, wenig aufwändiges backen. Und da ich am Tag vor den Feierlichkeiten nicht da war, sollte der Kuchen auch schon vorher entstehen.

Fragen wir doch Nigel… 😉

Lebkuchen Kuchen mit Dinkelmehl

Krampuskuchen von oben: kandierter Ingwer und Orangeat auf dunkler Schokoglasur.

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Herzhafte Plätzchen: Böhmische Käsestangen

Über den Begriff kann man jetzt streiten: Ist ein Plätzchen tatsächlich nur ein kleines Süßgebäck? Und wie nennt man dann den herzhaften Gegenpart?

Fakt ist: Wer Plätzchen sagt, denkt automatisch an das weihnachtliche Gebäck. Vielleicht noch an „normale“ Kekse. Wobei mir Wikipedia gerade gesagt hat, dass es sich bei letzterem eher um Proviant handelt. Meine Frage nach dem passenden Begriff wird dadurch aber nicht beantwortet. Ein weiterer Begriff, der zwangsläufig in diesem Feld auffällt, ist Cracker. Passt aber auch wieder nicht. Sind Käsestangen eine eigene Kategorie?

Käsestangen Rezept aus Dinkelmehl

Käsestangen sind ganz schnell gemacht, machen aber was her und sind ganz leicht individualisierbar.

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Haselnuss-Schoko-Biskuitrolle oder: Weihnachten kann kommen

Allein das Wort Biskuitrolle ist für mich voller Erinnerungen. Früher traf sich die Familie zu besonderen Anlässen immer bei meiner Omi zum Kaffee.  [Anmerkung: Zwei Großmütter: Omi (konnte weniger backen) und Oma (die kann backen).] Meine Mutter und meine Tanten buken dafür immer Kuchen, doch meine Omi wollte auch immer etwas dazu beisteuern. Aber da ihre Fähigkeiten in der Küche jetzt nicht ganz so waren, wie sie es sich gewünscht hätte (…), bestellte sie den Kuchen immer bei ihrem Tiefkühl-Vertreter des Vertrauens. Man muss ja dazu sagen: Für sie war das schon etwas besonderes, auf convenience food zurückgreifen zu können. Dass einer der vielen Trends aktuell dazu geht, alles selbst zu machen, wäre bei ihr wahrscheinlich nur auf ein gewisses Missverständnis gestoßen. Gegessen hätte sie den Kuchen trotzdem – ohne zu murren. 😉
Kommen wir zurück zu damals, bei Omi im Ess- bzw. Wohnzimmer. Es gab also aufgetaute Biskuitrolle und Mini-Windbeutel. Wie haben wir Kinder dieses Zeug geliebt und dafür die mit Liebe gebackenen Kuchen der Verwandtschaft stehen lassen. Jetzt ist mir das rückblickend minimal unangenehm (also eigentlich nicht, ich wusste ja nicht, was ich tat 😉 ), damals stand fest: Es MUSS der überzuckerte Windbeutel sein und die (leicht chemisch schmeckende) Zitronenroulade. Tja, ich bin dann wohl zwischendurch doch groß geworden. Mein Bruder steht noch immer auf die Windbeutelchen. 🙂 Aber die Biskuitrolle darf bleiben, dieses Mal aber eben selbstgemacht.

Dinkel Biskuit mit Mehl aus der Mühle in Fahlenbach Oberbayern

Flauschiger Schoko-Haselnuss Biskuit gefüllt mit einer zartschmelzenden Zartbitterschokoladencreme.

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Skandinavische Ingwer-Plätzchen

Das erste Plätzchen-Rezept dieses Jahr. Ich war auf der Suche nach etwas, was, wieder einmal, noch nicht zu sehr nach Weihnachten schmeckt. Dabei bin ich bei Ingwer-Malz-Keksen hängen geblieben, die in Skandinavien wohl das ganze Jahr über gereicht werden. Finde ich schön. Bei uns gibt es selbstgebackene Kekse ja traditionell wirklich nur an Weihnachten, oder?

Gut, für Cookies mache ich schon eine Ausnahme, aber hier ist es doch eher üblich, dass man sich wahlweise Kekse kauft, oder gleich einen Kuchen bäckt. Geht schneller und ist zeitsparender. Aber (und das aber gibt es immer!): Am Wochenende eigene Kekse backen, bei denen man entscheiden kann was drin ist und sie genau nach Wunschvorstellungen formen kann, um diese dann unter der Woche genussvoll zu verspeisen. Zu einer Tasse Kaffee oder Tee, einer kleinen Insel der Entspannung, bei der man an die ruhige Zeit am Wochenende zurückdenkt und sich einfach für ein paar Minuten fallen lassen kann. Wie klingt das?

Ingwer Weihnachtskekse Plätzchen mit Dinkelmehl aus der Mühle

Ingwer-Plätzchen mit Kaffee – für die ruhigen 5 Minuten am Tag…

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Ziegenkäse-Birnen-Tarte mit Thymian

Nach dem Apfel-Birnen-Kuchen von letzter Woche gibt es heute ein weiteres Rezept mit Birnen. Wobei der Kuchen ja eigentlich eine Tarte ist. Also herzhaft. Wäre das zumindest geklärt.

Ganz allgemein stehe ich ja auf die Kombi süß und herzhaft – das habe ich sicherlich auch schon einmal erwähnt. Das Alter macht sich langsam bemerkbar. 😉 Bei diesem Rezept ist der Kontrast nicht zu stark, der Ziegenkäse ist mild und die Birne war (zumindest bei mir) nicht zu süß. Kein Geschmack ist zu dominant, das lässt sich aber ganz einfach ändern. Zum einen kann man einen charakteristischeren Käse wählen. Eine andere Idee, die wirklich gut funktioniert, ist, den Kuchen noch mit ein wenig Honig zu beträufeln. Und vielleicht noch ein paar Flocken Fleur de Sel darüber zu streuen.

Birnen Käse Tarte mit Dinkelmehl direkt aus der Mühle

So sieht der Herbst aus – fotogene Blätter und die Birnen-Käse-Tarte.

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Brot backen leicht gemacht – backdeinbrot

Herbst und Winter sind prädestiniert zum Brotbacken. Natürlich ist es eigentlich das ganze Jahr, doch gerade wenn es früh dunkel wird, finde ich es schön in der hellen, warmen Küche zu stehen und produktiv zu sein. Da locken weder die grüne Wiese noch der Sonnenschein. Auch die Gartenarbeit ruht. Der Zeitpunkt sich einer anderen Beschäftigung zu widmen.
Brot backen zuhause mit Mischungen aus der Mühle

Brot backen leicht gemacht mit den Bio-Mischungen von backdeinbrot

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Brownie-Käsekuchen mit Beeren

Was ich schon immer mochte und auch immer noch mag, sind die guten, alten Brownies. Es gab einmal ein Jahr, indem ich die verschiedensten Sorten gebacken und getestet habe. Normal, mit Obst, mit Whiskey (!) – nur die mit weißer Schoki habe ich leider ausgelassen. Das muss nachgeholt werden! 🙂

Ein einfaches Rezept für Cheesecake Brownie Käsekuchen mit Blaubeeren

Unten Brownie, oben Käsekuchen mit ein paar Brownieklecksen und farbenfrohen Beeren.

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Zwetschgen-Streusel-Kuchen

Igel. Ja, genau, richtig gelesen. Mein heutiges Thema sind Igel. Warum sieht man sie erst im Herbst? Machen sie sich erst da richtig bemerkbar, wenn sie sich ihren Winterspeck anfuttern? So ein schmatzender Igel ist schon eine nette Abwechslung zu den sonstigen Geräuschen im Garten (Vogelgezwitscher, Grasrascheln, Bierflaschenploppen ;)). Und nicht unbedingt unauffällig.

Auf jeden Fall mag ich sie, die kleinen dicken Tierchen mit ihren Knopfaugen. Nicht einmal das Igel-Lied im Kindergarten konnte mich traumatisieren. Das Video dazu allerdings schon… 🙂

Die Verbindung zum Kuchen? Zum einen beinhaltet dieser Kuchen genügend Kalorien, um einen in den Winterschlaf zu katapultieren. Zum anderen sieht er durch die geviertelten Zwetschgen auch ein wenig nach Igelstacheln aus. Mit Phantasie. Und Butter und Zimt.

Streusel Kuchen mit Zwetschgen

Zwetschgenkuchen, der minimale Ähnlichkeiten zu einem Igel aufweist. 😉

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