Backen mit Urgetreide: K&K-Plätzchen

Königliche Plätzchen? Aus Österreich? Ich muss wohl das K&K-Rätsel lösen, denn heute geht es um Kamut-Kipferl mit Mohn. Der Begriff „Kipferl“ stammt tatsächlich aus Österreich bzw. gibt es diesen auch in Bayern. Der Mohn ist ebenfalls eine Saat, die eher in östlichen Gefilden zu finden ist. Also doch nicht so ganz verkehrt, die K&K-Plätzchen. 🙂

Vanillekipferl waren für mich ja immer so eine Sache: Kurz nach dem Backen, also brennheiß, müssen sie im Vanillezucker gewälzt werden. Wie schnell da eins der Kipferl zu Bruch ging… (Vorteil: Bruch darf man vor Weihnachten essen! Ohne Ärger zu bekommen! Yeah!)
Meine Mohn-Kipferl kommen ohne lästiges wälzen aus, allerdings werden sie, dem Auge zuliebe, mit weißer Schokolade glasiert. Die Küche sieht demenstsprechend aus, da ich in dieser Richtung nicht besonders begabt bin. Ich bin quasi ein Kuchen- und Plätzchendeko-Vollhonk. Kuvertüre kann schon mal zu heiß werden, der Puderzuckerguß klebt überall, nur nicht dort, wo er kleben soll. Ein Graus. Vor allem wenn man erst in der Öffentlichkeit bemerkt, dass der Guß auch am Ärmel klebt…
Dieses Mal hat es ein wenig besser geklappt. Der Mann mag ja weiße Schokolade, darum gab es keine unnötigen Reste. 😉

K&K-Plätzchen warten auf ihren Einsatz...

K&K-Plätzchen warten auf ihren Einsatz…

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Knusper, knusper knäuschen…

… wer knuspert an meinem Häuschen? Also mal ehrlich: Ein Haus aus Kuchen wäre doch wirklich nicht das schlimmste. Nicht so schön fände ich ein Haus aus Fisch… Das ist nicht nur geruchstechnisch fragwürdig, es wäre auch sicher ziemlich instabil. Und die Fisch-Haus-Bilder wollen nicht mehr aus meinem Kopf…

Aber ein Lebkuchenhaus wäre schon schön. Mit meinen wäre es auch sicher vor Erdbeben, Godzilla und sonstigen Naturkatastrophen geschützt. 🙂 Denn der Teig „knuspert“ nicht, sondern ist schön weich, voller Gewürzaromen und gespickt mit Mandeln. Schön stabil, wie es sich eben für einen Lebkuchen gehört.

Weizen- und Roggenmehl aus der Kunstmühle Hofmeir.

Lebkuchen mit Puderzucker-Glasur.

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Stollensterne aus dem Orient

Nachdem ich letztes Mal schon den Begriff des Klassikers benutzt habe, kann ich ihn dieses Mal nicht noch einmal für meine Zwecke nutzen. Und so klassisch ist das, was ich da in der Küche fabriziert habe eigentlich ja auch nicht…

Aber fangen wir lieber von vorne an: Ich mag kein Marzipan. In minimalen Mengen ist das schon ok, aber so richtige Barren? Oder ein Kuchen ganz in Marzipan gehüllt? Ich formuliere es mal so: In meinem Wohnzimmer steht eine Herde kleiner Marzipanschweine, denen ich Asyl gewährt habe.
Darum gibt es auch jedes Jahr ein kleines Problem mit Stollen. In manchen ist Marzipan. Die Butter-Puderzucker-Schicht kann man ja abkratzen (jaja, ich weiß, „das Beste“), aber Marzipan aus dem Stollen rauspulen sieht komisch aus. Man hat es nicht leicht, in einer Welt mit Marzipan-Stollen. (Der Rest der Familie mag übrigens Marzipan… Die muss man immer gut beobachten, wenn sie sich der Marzipanschwein-Herde nähern!)

Vollkornstollen

Das Innenleben des Stollens

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Festlicher Klassiker

Endlich ist es soweit! Ich darf Weihnachtsrezepte posten! Yeah! 🙂 Vor November kam mir irgendwie zu früh vor – wer bäckt denn schon im Oktober Plätzchen? Da ist doch die ganze Vorfreude dahin! Zumindest bei mir…

Zuhause war das früher (damals…) sowieso gaaanz anders: Meine Muddi hat frühestens zwei Wochen vor Weihnachten mit dem Plätzchenbacken begonnen. Und an den letzten Adventssonntagen gab es für jeden von jeder Sorte EIN Plätzchen. Filme beweisen das.

Ich glaube ja, dass meine Muddi so spät angefangen hat, weil sie wusste, dass, wenn sie früher beginnt, an Heiligabend keine mehr da sein würden. So reichten die Plätzchen bis zum zweiten Feiertag. 🙂 (Bis auf manche Sorten, die auch heute noch übrig bleiben…) Meistens hat sie das Backen auch auf den Vormittag verlegt, damit sie keiner stören konnte. Mittlerweile kann ich das nachvollziehen. [Der Mann in der Küche: „Kann ich was helfen?“ – „Ja, klar, du darfst den Guß drüber machen.“ – „So?“ – „Ja, nur SCHNELLER!!!“] Damals, als ich noch klein und brav war, wollte ich noch helfen. Auch dazu gibt es einen Film – meine Muddi war wohl wesentlich geduldiger als ich es heute bin. 😉

Tja, Geduld braucht man auch bei dem Rezept, dass ich euch heute mitgebracht habe: Baumkuchen. Der Klassiker, nur in einer weniger klassischen Form. Aber seht selbst…

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