Knusper, knusper knäuschen…

… wer knuspert an meinem Häuschen? Also mal ehrlich: Ein Haus aus Kuchen wäre doch wirklich nicht das schlimmste. Nicht so schön fände ich ein Haus aus Fisch… Das ist nicht nur geruchstechnisch fragwürdig, es wäre auch sicher ziemlich instabil. Und die Fisch-Haus-Bilder wollen nicht mehr aus meinem Kopf…

Aber ein Lebkuchenhaus wäre schon schön. Mit meinen wäre es auch sicher vor Erdbeben, Godzilla und sonstigen Naturkatastrophen geschützt. 🙂 Denn der Teig „knuspert“ nicht, sondern ist schön weich, voller Gewürzaromen und gespickt mit Mandeln. Schön stabil, wie es sich eben für einen Lebkuchen gehört.

Weizen- und Roggenmehl aus der Kunstmühle Hofmeir.

Lebkuchen mit Puderzucker-Glasur.

Weiterlesen Keine Kommentare

Stollensterne aus dem Orient

Nachdem ich letztes Mal schon den Begriff des Klassikers benutzt habe, kann ich ihn dieses Mal nicht noch einmal für meine Zwecke nutzen. Und so klassisch ist das, was ich da in der Küche fabriziert habe eigentlich ja auch nicht…

Aber fangen wir lieber von vorne an: Ich mag kein Marzipan. In minimalen Mengen ist das schon ok, aber so richtige Barren? Oder ein Kuchen ganz in Marzipan gehüllt? Ich formuliere es mal so: In meinem Wohnzimmer steht eine Herde kleiner Marzipanschweine, denen ich Asyl gewährt habe.
Darum gibt es auch jedes Jahr ein kleines Problem mit Stollen. In manchen ist Marzipan. Die Butter-Puderzucker-Schicht kann man ja abkratzen (jaja, ich weiß, „das Beste“), aber Marzipan aus dem Stollen rauspulen sieht komisch aus. Man hat es nicht leicht, in einer Welt mit Marzipan-Stollen. (Der Rest der Familie mag übrigens Marzipan… Die muss man immer gut beobachten, wenn sie sich der Marzipanschwein-Herde nähern!)

Vollkornstollen

Das Innenleben des Stollens

Weiterlesen Keine Kommentare

Festlicher Klassiker

Endlich ist es soweit! Ich darf Weihnachtsrezepte posten! Yeah! 🙂 Vor November kam mir irgendwie zu früh vor – wer bäckt denn schon im Oktober Plätzchen? Da ist doch die ganze Vorfreude dahin! Zumindest bei mir…

Zuhause war das früher (damals…) sowieso gaaanz anders: Meine Muddi hat frühestens zwei Wochen vor Weihnachten mit dem Plätzchenbacken begonnen. Und an den letzten Adventssonntagen gab es für jeden von jeder Sorte EIN Plätzchen. Filme beweisen das.

Ich glaube ja, dass meine Muddi so spät angefangen hat, weil sie wusste, dass, wenn sie früher beginnt, an Heiligabend keine mehr da sein würden. So reichten die Plätzchen bis zum zweiten Feiertag. 🙂 (Bis auf manche Sorten, die auch heute noch übrig bleiben…) Meistens hat sie das Backen auch auf den Vormittag verlegt, damit sie keiner stören konnte. Mittlerweile kann ich das nachvollziehen. [Der Mann in der Küche: „Kann ich was helfen?“ – „Ja, klar, du darfst den Guß drüber machen.“ – „So?“ – „Ja, nur SCHNELLER!!!“] Damals, als ich noch klein und brav war, wollte ich noch helfen. Auch dazu gibt es einen Film – meine Muddi war wohl wesentlich geduldiger als ich es heute bin. 😉

Tja, Geduld braucht man auch bei dem Rezept, dass ich euch heute mitgebracht habe: Baumkuchen. Der Klassiker, nur in einer weniger klassischen Form. Aber seht selbst…

Weiterlesen Keine Kommentare

Backen mit Urgetreide: Kürbiskuchen mit Einkorn

Nachdem ich schon des Öfteren gefragt wurde, was man denn beim Umgang mit diversen Urgetreidesorten zu beachten habe, werde ich eine kleine Reihe zu diesem Thema starten. Da ich nicht immer mit Emmer, Kamut und Co. backe, wird es aber wohl immer eine Weile dauern, bis der nächste „Backen mit Urgetreide“-Post online geht.
Zwischendurch ist ja noch die Advents-/Weihnachtszeit in der ich eh geplant habe mit verschiedenen Mehl-Typen zu experimentieren… Ihr seid schon gespannt? Ich auch! 🙂 Schließlich bin ich noch auf der Suche nach passenden Rezepten und muss diese ja auch noch testen.

Kommen wir nun zum Thema: Urgetreide. Ich hab da so meine Erfahrungen gemacht / machen müssen… Mein erster Backversuch mit Einkorn war, ähm… katastrophal? Das ist wohl das treffendste Wort. Naiv wie ich bin, hab‘ ich mich damals an ein Kuchenrezept gewagt und einfach das „Mehl“ als Kamut- bzw. Einkornmehl interpretiert. 😀 Man sollte vielleicht nicht das Rezept 1:1 übersetzen, den auf einmal wurde aus meinem schönen, fluffig-weichen Teig ein Batzen… Das Einkornmehl hatte dem Teig alle Flüssigkeit entzogen. Und ich versuchte verzweifelt dem entgegenzuwirken… Kennt ihr das Märchen „Der süße Brei“? Nur war es bei mir nicht der Topf, der nicht mehr aufhören wollte zu kochen, sondern der Einkornkuchenteig, der immer mehr wurde. Das Ende vom Lied: Ich hatte (sehr) viel Kuchen und geschmeckt hat es auch, aber der Ehrgeiz war (und ist) geweckt!

Saftiger Kürbiskuchen mit Einkornmehl - dieses Mal gelungen. :)

Saftiger Kürbiskuchen mit Einkornmehl – dieses Mal gelungen. 🙂

Weiterlesen Keine Kommentare

Eingerollt – Zwetschgenmarmelade im Hefemantel + Hefeteigtipps

Eine meiner liebsten Teigarten ist (überraschenderweise) Hefeteig. Damals, als ich ihn vor vielen Jahren zum ersten Mal mit einem Kochlöffel bearbeitet habe, ist der Funke übergesprungen. Warm und weich, mit der Hand fertig geknetet und immer wieder die Spannung, wie gut und ob er überhaupt aufgehen wird.
Einfach, oder angereichert mit Butter, Milch, Ei und Zucker… Gerade letztere Variante ist (leider) zu meinem Hefeteig-Favoriten avanciert. 😀 

Fluffiger Hefeteig, der einen Kern aus süß-saurer Zwetschgenmarmelade umhüllt...

Fluffiger Hefeteig, der einen Kern aus süß-saurer Zwetschgenmarmelade umhüllt…

Weiterlesen 2 Kommentare

Herbstliches Brot

Während ich hier am Laptop sitze und diesen Artikel schreibe, wabert der Nebel noch um die Mühle. Nein, wir befinden uns nicht im Koselbruch*, wobei sich das gerade wirklich schwer feststellen lässt… Grau in grau hängen die Wolken fest und lassen uns scheinbar alleine in dieser dumpfen Stimmung. Die Herbstfärbung hat auch noch nicht eingesetzt, zumindest sieht man, wenn man aus dem Fenster blickt, nichts davon. Was soll’s, das wird schon wieder. Ich versuche einfach ein wenig nachzuhelfen. 😉

* Ein wunderbares Buch – wer weiß, welches ich meine?

Das Herbstbrot mit herbstlicher Deko

Das Herbstbrot mit herbstlicher Deko

Weiterlesen Keine Kommentare

Müsliriegel selbst gemacht

Das lange Wochenende war leider schon wieder viel zu schnell vorbei… Trotz des Wetters habe ich die Gunst des Feiertags genutzt und bin in den hohen Norden gefahren, so wie viele andere Menschen auch. Da diese Strecke schon bekannt ist für ihre Affinität zu Stauungen und Unfällen, habe ich mich im Vorfeld schon um einen der wichtigsten Aspekte gekümmert: Essen. 🙂

Zutaten für die Müsliriegel

Zutaten für die Müsliriegel

Weiterlesen Keine Kommentare

Omas Grießkuchen (mit Heidelbeeren)

Es gibt Dinge (Gerichte) im Leben, die sind irgendwie immer da. Sie begleiten einen durch’s Leben – an einigen Tagen sind sie präsenter als an anderen. Viele Erinnerungen sind an sie geknüpft, gute, aber auch weniger gute. Und manchmal tauchen diese ungefragt auf, mäandern einfach an die Oberfläche und sind da. Was also tun? Ich habe die Konfrontation gewählt: Backen! 🙂

Omas' Grießkuchen auf der Kuchenplatte meiner anderen Oma

Omas Grießkuchen auf der Kuchenplatte meiner anderen Oma

Weiterlesen 2 Kommentare

Brezen-Werke

Heute gibt es, passend zum (minimal verregneten) Oktoberfest, geflochtenes Laugengebäck. 🙂 Dirndl, Lederhosen und natürlich die Wiesn sind zur Zeit in den Medien omnipräsent, glücklicherweise bekommt man sonst sehr wenig von dem Zinnober mit.

Laugenkranz mit Mohn, Sesam, Sonnenblumenkernen, Leinsaat und Salz.

Laugenkranz mit Mohn, Sesam, Sonnenblumenkernen, Leinsaat und Salz.

Weiterlesen Keine Kommentare

Tomaten-Koller-Killer

Nach der Zucchini-Schwemme ist sie nun endlich da: die Tomaten-Schwemme. Zuerst freut man sich noch über jede Frucht die reif wird und irgendwann, ganz spontan, wird man der Früchte überdrüssig. Zumindest in Salatform. 😉

Der Gefrierschrank ist auch schon voll, eingefrieren – egal in welcher Form – ist also auch nicht. Also musste eine andere Idee her. Irgendwie kam mir der Gedanke, irgendein Brot komplett mit Cocktailtomaten zu besetzen.  Die Google-Bildersuche war dabei hilfreich, da ich mich dann gegen extrem viele Tomaten auf der Focaccia entschied und nur viele genommen habe. 😉 (Dem Mann waren es aber dennoch zuviele…) Ausserdem hatte ich noch ein paar in Kräuter eingelegte Oliven im Kühlschrank, die dann auch noch Platz auf dem Brot fanden.

Tomaten-Oliven-Focaccia im Überblick. :)

Tomaten-Oliven-Focaccia im Überblick. 🙂

Weiterlesen 2 Kommentare