Haselnuss-Schoko-Biskuitrolle oder: Weihnachten kann kommen

Allein das Wort Biskuitrolle ist für mich voller Erinnerungen. Früher traf sich die Familie zu besonderen Anlässen immer bei meiner Omi zum Kaffee.  [Anmerkung: Zwei Großmütter: Omi (konnte weniger backen) und Oma (die kann backen).] Meine Mutter und meine Tanten buken dafür immer Kuchen, doch meine Omi wollte auch immer etwas dazu beisteuern. Aber da ihre Fähigkeiten in der Küche jetzt nicht ganz so waren, wie sie es sich gewünscht hätte (…), bestellte sie den Kuchen immer bei ihrem Tiefkühl-Vertreter des Vertrauens. Man muss ja dazu sagen: Für sie war das schon etwas besonderes, auf convenience food zurückgreifen zu können. Dass einer der vielen Trends aktuell dazu geht, alles selbst zu machen, wäre bei ihr wahrscheinlich nur auf ein gewisses Missverständnis gestoßen. Gegessen hätte sie den Kuchen trotzdem – ohne zu murren. 😉
Kommen wir zurück zu damals, bei Omi im Ess- bzw. Wohnzimmer. Es gab also aufgetaute Biskuitrolle und Mini-Windbeutel. Wie haben wir Kinder dieses Zeug geliebt und dafür die mit Liebe gebackenen Kuchen der Verwandtschaft stehen lassen. Jetzt ist mir das rückblickend minimal unangenehm (also eigentlich nicht, ich wusste ja nicht, was ich tat 😉 ), damals stand fest: Es MUSS der überzuckerte Windbeutel sein und die (leicht chemisch schmeckende) Zitronenroulade. Tja, ich bin dann wohl zwischendurch doch groß geworden. Mein Bruder steht noch immer auf die Windbeutelchen. 🙂 Aber die Biskuitrolle darf bleiben, dieses Mal aber eben selbstgemacht.

Dinkel Biskuit mit Mehl aus der Mühle in Fahlenbach Oberbayern

Flauschiger Schoko-Haselnuss Biskuit gefüllt mit einer zartschmelzenden Zartbitterschokoladencreme.

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Skandinavische Ingwer-Plätzchen

Das erste Plätzchen-Rezept dieses Jahr. Ich war auf der Suche nach etwas, was, wieder einmal, noch nicht zu sehr nach Weihnachten schmeckt. Dabei bin ich bei Ingwer-Malz-Keksen hängen geblieben, die in Skandinavien wohl das ganze Jahr über gereicht werden. Finde ich schön. Bei uns gibt es selbstgebackene Kekse ja traditionell wirklich nur an Weihnachten, oder?

Gut, für Cookies mache ich schon eine Ausnahme, aber hier ist es doch eher üblich, dass man sich wahlweise Kekse kauft, oder gleich einen Kuchen bäckt. Geht schneller und ist zeitsparender. Aber (und das aber gibt es immer!): Am Wochenende eigene Kekse backen, bei denen man entscheiden kann was drin ist und sie genau nach Wunschvorstellungen formen kann, um diese dann unter der Woche genussvoll zu verspeisen. Zu einer Tasse Kaffee oder Tee, einer kleinen Insel der Entspannung, bei der man an die ruhige Zeit am Wochenende zurückdenkt und sich einfach für ein paar Minuten fallen lassen kann. Wie klingt das?

Ingwer Weihnachtskekse Plätzchen mit Dinkelmehl aus der Mühle

Ingwer-Plätzchen mit Kaffee – für die ruhigen 5 Minuten am Tag…

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Kardamom-Orangen-Zopf

So schnell geht’s dann doch jedes Jahr wieder. Kaum sind die Sommersachen weggeräumt, schon ist der November da. Und dieses Jahr war es durch die vielen Feiertage noch komischer. Schon schön, aber irgendwie… überraschend.

Klar sieht man  überall die Lebkuchen und Adventskalender, die man sich jetzt schon kaufen soll. Aber nicht muss. Allerdings sollte man vielleicht auch nicht so lange warten wie ich… Um dann den Kalender selbst basteln zu müssen. (Der wird dann aber mit viiiiiel Liebe gefüllt. Am 1. Dezember in der früh kurz nachdem der Edeka geöffnet hat.) 🙂

Hefezopf mit Orange und Kardamom und Mehl aus der Kunstmühle

Hefeteiggebäck der besonderen Art mit Kardamom und Orangenschale im Teig.

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Backen mit Urgetreide: Gewürzkuchen mit Birnen und Äpfeln

Bis Weihnachten ist noch ein wenig Zeit. Zeit, die man noch für herbstliches Gebäck nutzen kann. 🙂 Und herbstliches Obst. Davon gibt es – aus unserem Garten – zwar nicht besonders viel dieses Jahr, doch das was es gibt ist wie immer geschmacklich einzigartig. Ich liebe es sowieso Anfang Herbst in den Garten zu gehen und mir einen der ersten Äpfel zu klauen. So direkt im Freien verzehrt sind sie für mich kaum zu toppen. Im Kuchen sind sie auch ok. 😉

Einkornkuchen Urgetreide Mehl einfaches Rezept

Der Kuchen versteckt sich unter einer leichten Butter-Creme. Man findet ihn trotzdem.

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Brownie-Käsekuchen mit Beeren

Was ich schon immer mochte und auch immer noch mag, sind die guten, alten Brownies. Es gab einmal ein Jahr, indem ich die verschiedensten Sorten gebacken und getestet habe. Normal, mit Obst, mit Whiskey (!) – nur die mit weißer Schoki habe ich leider ausgelassen. Das muss nachgeholt werden! 🙂

Ein einfaches Rezept für Cheesecake Brownie Käsekuchen mit Blaubeeren

Unten Brownie, oben Käsekuchen mit ein paar Brownieklecksen und farbenfrohen Beeren.

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Zwetschgen-Streusel-Kuchen

Igel. Ja, genau, richtig gelesen. Mein heutiges Thema sind Igel. Warum sieht man sie erst im Herbst? Machen sie sich erst da richtig bemerkbar, wenn sie sich ihren Winterspeck anfuttern? So ein schmatzender Igel ist schon eine nette Abwechslung zu den sonstigen Geräuschen im Garten (Vogelgezwitscher, Grasrascheln, Bierflaschenploppen ;)). Und nicht unbedingt unauffällig.

Auf jeden Fall mag ich sie, die kleinen dicken Tierchen mit ihren Knopfaugen. Nicht einmal das Igel-Lied im Kindergarten konnte mich traumatisieren. Das Video dazu allerdings schon… 🙂

Die Verbindung zum Kuchen? Zum einen beinhaltet dieser Kuchen genügend Kalorien, um einen in den Winterschlaf zu katapultieren. Zum anderen sieht er durch die geviertelten Zwetschgen auch ein wenig nach Igelstacheln aus. Mit Phantasie. Und Butter und Zimt.

Streusel Kuchen mit Zwetschgen

Zwetschgenkuchen, der minimale Ähnlichkeiten zu einem Igel aufweist. 😉

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The same procedure… Zucchinikuchen

Letztes Jahr war es nicht so schlimm. Zumindest nur in einem Bereich. Dieses Jahr haben wir es wohl einmal wieder übertrieben. Wenn’s um Essen geht ist das normal, zumindest bei meiner Mutter und mir. Gekocht wird immer zuviel. Es könnte ja noch wer kommen. So knapp 100 Personen. 😉 (Wir haben nur zwei Tage den Schichtsalat gegessen, ein persönlicher Rekord. Jetzt muss ich ihn bis nächstes Jahr nicht mehr machen.)

Zurück zum letzten Jahr. Da gab es dann nämlich eine Tomaten-Focaccia. Lecker. Heuer habe ich – ganz pragmatisch – kiloweise von den roten Früchten zu Suppe und Soße verarbeitet. Es waren aber auch viele.

A propos viele: Zucchini…

ein gesundes Rezept von backdeinbrot

Fluffig wie kein anderer: Zucchinikuchen mit Dinkelmehl

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Kuchen oben ohne – naked cake

Spektakulärer Titel, hinter dem sich jemand altbekanntes verbirgt… 🙂 Ja, wer wohl? Die schnöde Biskuittorte ist’s. Wobei ich sagen muss, dass sie sehr unterschätzt ist. Schneller war Kuchen noch nie, als bei einer Biskuitroulade. Teig anrühren, aufs Blech gießen, backen, mit Marmelade bestreichen, aufrollen und fertig. Ausgekühlt in Nullkommanichts.

Man kann den Biskuit aber auch in einer Springform backen und anschließend aufschneiden. Kennt sicher auch jeder von diversen Familienfeiern. 😉 Aber auch schon mit Marmelade, Früchten und einer Creme aus Mascarpone und Sahne? Hmm?

Biskuit-Teig ganz einfach selbst zuhause backen.

Der naked cake bedeckt von Früchten und Minzblättchen.

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Kirsch-Rosmarin-Focaccia

Dieses Mal habe ich ein absolut einfaches Sommerrezept für euch. Einfach, aber ein wenig extra. So vom Geschmack her. 😉

Ich hatte mir eine süße Focaccia in den Kopf gesetzt. Gefunden habe ich schon ein paar interessante Kandidaten, wie zum Beispiel eine Trauben-Focaccia. Klang aber zu sehr nach Herbst. Also selbst kreativ werden. Gesagt, getan.

Ciabatta-Mehl aus der Kunstmühle Hofmeir.

Zwar färben sie den Teig, doch machen sie es auf eine besonders schöne Art und Weise, die Kirschen. 😉

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Backen mit Urgetreide: Himbeer-Einkorn-Kuchen

Ganz vorsichtig hebe ich den Ast an um endlich das zu finden, was sich unter dem Grün der Blätter verbirgt. Wie kleine Lampions hängen sie dort, dicht aneinander gereiht. Manche schon in einem dunklen Lilaton, andere noch pastellfarben zartgrün. Ganz behutsam plücke ich sie Stück für Stück. Einige sind schon so reif, dass sie auch auf sanften Druck nachgeben. Pinkfarbener Saft läuft mir über die Hand. So fruchtig und süß und doch immer ein wenig säuerlich. Meine geliebten Himbeeren.

Einfacher Kuchen mit Einkornmehl aus der Kunsmühle in Fahlenbacn

Allein schon der Farbe wegen mag ich die süßen kleinen Beeren.

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