Financiers – wie kleine Goldbarren die Freundschaft erhalten

Es ist wieder einmal soweit. Ich könnte an dieser Stelle erzählen, wie ich wichtig ich es finde, den Personen, die man gern hat öfter als ein Mal im Jahr eben dies zu zeigen. Wer eine Erinnerung braucht kann gerne den Valentinstag nehmen. Oder ich mache für euch den freundlichen Reminder, alle paar Monate: Jetzt mal wieder besonders nett sein zur Freundin, Muddi, dem Mann, dem Lieblings-Haustier! 😉

Die Freude der anderen Seite ist euch gewiss. Jeder freut sich doch über eine kleine Aufmerksamkeit. Und wenn es nur ein 5-Minuten-Kaffee-Plausch ist – gerade so etwas ist wichtig im Alltag. Einfach diese kleinen Inseln einbauen über die man sich an einem trüben Tag freuen kann. Und was passt besonders gut zu so einer Tasse Kaffee?

Kleine Mandel-Kuchen mit Dinkel Mehl

Kleine Torte statt vieler Worte. 😉 Ich bin ja auch eher der Typ „nonverbale Kommunikation“. 😀

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Zigerkrapfen zur Fasnacht

Man kommt sich schon ein wenig komisch vor, wenn man nach dem Verlassen eines Restaurants auf einen großen roten Drachen trifft, der einen (gefüllten) Bierkrug in der Hand hält. Falscher Film? Nein, Anfang Januar hatte in der deutschsprachigen Schweiz (Zentralschweiz) schon der Fasching / die Fas(t)nacht begonnen. Wenn wir das gewusst hätten…

Der Drache war aber ganz brav und wollte eigentlich nur ins nächste Pub. Verständlich. Was ich aus der Geschichte mitgenommen habe? Wo Fasching ist, sind auch besondere Bräuche nicht weit. Nein, ich meine nicht die Steampunk-Fuchs-Kapelle am nächsten Tag. Sondern: Gebäck.

Schweizer Zigerkrapfen gefüllt mit Ricotta

Und so unspektakulär sehen die Zigerkrapfen dann aus. Sie haben’s aber in sich. 😉

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Buttermilch-Waffeln

Dieses Rezept wollte ich eigentlich schon lange posten. Aber wie es so immer ist, bin ich nicht dazu gekommen. Weil: Ich hatte (!) kein eigenes Waffeleisen. Bisher habe ich mir immer das 80er-Jahre-Eisen meiner Mutter geliehen (Danke!), doch seit Weihnachten ist Schluss damit! Der Mann hat mir ein Waffeleisen geschenkt. 🙂 Warum genau weiß ich nicht, doch seitdem äußert er immer wieder den Wunsch, samstags zum Frühstück Waffeln essen zu wollen…

Waffeln aus Dinkel Mehl ein leckeres Rezept von backdeinbrot

Flauschig-dicke Waffeln mit warmer Vanillesoße… Zum Frühstück, Mittagessen oder auch zum Tee.

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Sonntagsbrunch: Pfitzauf – popover

Es ist Sonntag. Die Sonne glitzert auf dem Schnee und es ist klirrend kalt. Drinnen hingegen ist es mollig warm. Das Haus duftet verführerisch nach frisch aufgebrühtem Kaffee und ein Hauch von frisch Gebackenem liegt in der Luft. Ein paar Kerzen brennen auf dem Tisch und beleuchten einen Strauß bunter Tulpen. Es klingelt und der Besuch für euren Sonntagsbrunch steht gut gelaunt vor der Tür. Alle setzen sich, in froher Erwartung des nun Kommenden.

Jetzt stellt euch vor, ihr öffnet den Ofen und bringt eine Form voller dampfender Köstlichkeiten auf den Tisch. Kleine Kuchen – wobei das Wort Kuchen dieses Gebäck nicht im Geringsten trifft. Wie Muffins sehen sie aus, der Teig ist aber ähnlich dem eines Pfannkuchens. Locker, leicht, Innen weich, Außen zart-blättrig. Auf dem heißen Pfitzauf schmilzt die Vanillesahne wie Schneeflocken auf der Zunge. Die leichte Säure der Kirschen harmoniert perfekt mit der Süße des Gebäcks und der Sahne. Jemand fragt „Warum ist der FI-Schalter draußen?“

Traditionelles schwäbisches Gebäck mit Dinkelmehl

Pfitzauf oder popover in einer Tonform gebacken – es klappt aber mindestens genau so gut in einer Muffinform.

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Schnelle Plätzchen: Schoko-Berge

Plätzchen? Hmm, naja, also vielleicht noch weniger als die pseudo-Marzipankartoffeln. Aber mindestens genauso gut und sie dürfen auch nicht auf dem Plätzchenteller fehlen. Zumindest nicht auf unserem. Man kann sie auch unter dem Jahr zubereiten und essen, die weihnachtliche Komponente sollte man dann aber weglassen. 😉

Die Rede ist von Choco Crossies – wobei es nicht dieselben sind (wegen Markenrechten) sondern nur eine Anlehnung an diese darstellen. Ihr wisst, was ich meine. 🙂

homemade choco crossies mit cornflakes

Das Vögelchen passt auf die Schoko-Berge auf. Oder hat es etwas anderes im Sinn?

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Schnelle Plätzchen: pseudo-Marzipankartoffeln

Wer mich kennt, weiß, wie wenig ich mit Marzipan anfangen kann. Ich mag auch keine Sahnetorten. Ja, ich bin komisch. Aber überlegt doch mal: Da bleibt mehr für euch übrig. 😉

Darum ist in diesem Rezept auch kein Marzipan zu finden. Denn: Es ist wieder einmal ein Rezept von meiner Oma. Die mit dem Grießkuchen, den Baunkerln (Oma versteht da was anderes drunter… bei uns sind das keine Fingernudeln) und vielen mehr. Einer ihrer Weihnachtsklassiker sind die Marzipankartoffeln. Lange Zeit dachte ich, es handle sich wirklich um Marzipan. Bis ich vor einigen Jahren selbst diese Kartoffeln basteln wollte. Und: Überraschung.

Kriegsmarzipan mit Dinkelvollkorngrieß

So sehen die fertigen Kartoffeln aus. Natürlich in Kakao gewälzt, für die erdige Farbe.

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Schnelle Plätzchen: einfache Plätzchen/Sablés/Shortbread mit Pistazienrand

So, in der letzten Woche vor Weihnachten habe ich noch ein paar wirklich schnelle und einfache Plätzchenrezepte. (Schnell und einfach nur dann, wenn man nicht enorme Massen produziert… Denn dann zieht sich das Backvergnügen enorm in die Länge.;) )

Den Start macht ein Rezept für Plätzchen, die auch gerne ein paar Tage kalt stehen können aber nicht müssen. Sozusagen für die last-minute-Geschenke. 😉

Backen mit Dinkelmehl

So einfach aber doch so gut: Schnelle Plätzchen mit Pistazienrand.

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Krampus-Kuchen

Eigentlich war dieses Rezept gar nicht dafür gedacht online zu gehen. Aber das konnte ich euch einfach nicht vorenthalten.

Zu Omas Geburtstag letztes Wochenende sollte ich einen Kuchen backen. Da es schon eine Himbeer-Sahne-Torte und einen steirischen Apfelkuchen gab, wollte ich irgendetwas normales, wenig aufwändiges backen. Und da ich am Tag vor den Feierlichkeiten nicht da war, sollte der Kuchen auch schon vorher entstehen.

Fragen wir doch Nigel… 😉

Lebkuchen Kuchen mit Dinkelmehl

Krampuskuchen von oben: kandierter Ingwer und Orangeat auf dunkler Schokoglasur.

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Lebkuchen-Cantuccini

Wie die Zeit verfliegt. Viel ist in letzter Zeit passiert, nur leider nicht hier auf dem Blog. Ich musste feststellen, dass sich mit einbandagiertem Finger schlecht backen lässt. Und letzte Woche waren wir in München auf einer Food-Messe. Dort haben wir auch den ersten Advent verbracht – inklusive einem Teller voller leckerer Plätzchen (nicht von mir, wie gesagt, der schlimme Finger).

Vor einiger Zeit habe ich allerdings schon ein paar Plätzchen gebacken. Weise Voraussicht? Oder nur Verfressenheit, denn von dieser Sorte ist kein einziges mehr da…

Mandel Cantuccini mit Weihnachstgewürzen

Ein kleines Mandel-Cantuccini hat sich verirrt… 🙂

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Haselnuss-Schoko-Biskuitrolle oder: Weihnachten kann kommen

Allein das Wort Biskuitrolle ist für mich voller Erinnerungen. Früher traf sich die Familie zu besonderen Anlässen immer bei meiner Omi zum Kaffee.  [Anmerkung: Zwei Großmütter: Omi (konnte weniger backen) und Oma (die kann backen).] Meine Mutter und meine Tanten buken dafür immer Kuchen, doch meine Omi wollte auch immer etwas dazu beisteuern. Aber da ihre Fähigkeiten in der Küche jetzt nicht ganz so waren, wie sie es sich gewünscht hätte (…), bestellte sie den Kuchen immer bei ihrem Tiefkühl-Vertreter des Vertrauens. Man muss ja dazu sagen: Für sie war das schon etwas besonderes, auf convenience food zurückgreifen zu können. Dass einer der vielen Trends aktuell dazu geht, alles selbst zu machen, wäre bei ihr wahrscheinlich nur auf ein gewisses Missverständnis gestoßen. Gegessen hätte sie den Kuchen trotzdem – ohne zu murren. 😉
Kommen wir zurück zu damals, bei Omi im Ess- bzw. Wohnzimmer. Es gab also aufgetaute Biskuitrolle und Mini-Windbeutel. Wie haben wir Kinder dieses Zeug geliebt und dafür die mit Liebe gebackenen Kuchen der Verwandtschaft stehen lassen. Jetzt ist mir das rückblickend minimal unangenehm (also eigentlich nicht, ich wusste ja nicht, was ich tat 😉 ), damals stand fest: Es MUSS der überzuckerte Windbeutel sein und die (leicht chemisch schmeckende) Zitronenroulade. Tja, ich bin dann wohl zwischendurch doch groß geworden. Mein Bruder steht noch immer auf die Windbeutelchen. 🙂 Aber die Biskuitrolle darf bleiben, dieses Mal aber eben selbstgemacht.

Dinkel Biskuit mit Mehl aus der Mühle in Fahlenbach Oberbayern

Flauschiger Schoko-Haselnuss Biskuit gefüllt mit einer zartschmelzenden Zartbitterschokoladencreme.

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