Skandinavische Ingwer-Plätzchen

Das erste Plätzchen-Rezept dieses Jahr. Ich war auf der Suche nach etwas, was, wieder einmal, noch nicht zu sehr nach Weihnachten schmeckt. Dabei bin ich bei Ingwer-Malz-Keksen hängen geblieben, die in Skandinavien wohl das ganze Jahr über gereicht werden. Finde ich schön. Bei uns gibt es selbstgebackene Kekse ja traditionell wirklich nur an Weihnachten, oder?

Gut, für Cookies mache ich schon eine Ausnahme, aber hier ist es doch eher üblich, dass man sich wahlweise Kekse kauft, oder gleich einen Kuchen bäckt. Geht schneller und ist zeitsparender. Aber (und das aber gibt es immer!): Am Wochenende eigene Kekse backen, bei denen man entscheiden kann was drin ist und sie genau nach Wunschvorstellungen formen kann, um diese dann unter der Woche genussvoll zu verspeisen. Zu einer Tasse Kaffee oder Tee, einer kleinen Insel der Entspannung, bei der man an die ruhige Zeit am Wochenende zurückdenkt und sich einfach für ein paar Minuten fallen lassen kann. Wie klingt das?

Ingwer Weihnachtskekse Plätzchen mit Dinkelmehl aus der Mühle

Ingwer-Plätzchen mit Kaffee – für die ruhigen 5 Minuten am Tag…

Diese Ingwer-Plätzchen sind ganz schlicht – aber ergreifend. 😉 Das Rezept habe ich ein wenig angepasst und statt Weizen- Dinkelmehl genommen.
Ich war auf diesen Geschmack nicht vorbereitet: Kennt ihr die Buchstabenkekse, die es schon seit ewigen Zeiten im Supermarkt gibt? Ja, manchmal wandern die mit in meinen Einkaufswagen… Manche Sachen müssen einfach sein. Aber jetzt, endlich, habe ich ein Rezept, mit dem ich meine eigenen Buchstabenplätzchen backen kann! Ok, ich hab nur Kreise ausgestochen, ich bin faul, ja… 🙂

einfache Plätzchen Kekse mit Dinkel

Ganz viele von diesen leckeren Plätzchen durften als erste in der Dose Platz nehmen. Ob sie es bis Weihnachten überstehen?

Rezept

200 g Zuckerrübensirup
3 TL gemahlener Ingwer
1 TL Natron
2 TL Backmalz
180 g Dinkelvollkornmehl
180 g Dinkelmehl Type 1050
200 g Rohrohrzucker
1 Prise Salz
2 TL Weinsteinbackpulver

Zuckerrübensirup, Ingwer und Natron in einem Topf leicht erwärmen und ca. zwei Minuten lang rühren, bis das Natron schäumt. Das wird dann eine hellbraun, goldene Masse. Vom Herd nehmen.
Malz, Mehl, Zucker, Salz und Weinsteinbackpulver mischen. Den Sirup zugeben und mit einem Löffel vermischen bis ein Teig entsteht. Ist die Mischung zu trocken kann man mit ein wenig Milch oder Wasser nachhelfen. Den Teig zu einer Kugel formen und eine Stunde bei Zimmertemperatur ruhen lassen.

Dann den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Teig etwa 1 cm dick ausrollen und beispielsweise Kreise ausstechen. Diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben und ca. 10 Minuten backen. Gut auskühlen lassen und dann in Dosen verstauen (oder gleich konsumieren).

Tipp: Mir waren die Kekse zu süß. Ich denke 150 g Zucker müssten genügen, das werde ich aber noch testen und dann anpassen. 🙂

Inger Kekse Nachmittags Kaffee Tee rustikale Plätzchen

Zum Nachmittagskaffee ein kleiner Keks? Der Fuchs hat die Witterung schon aufgenommen…

Dinkel Vollkorn Kekse Weihnachten Plätzchen aus der Kunstmühle Hofmeir

Meine typische Geste nach den Fotos… 🙂

Quelle: Bajada, Simon (2016). New Nordic. Das Kochbuch. Münster: Hölker Verlag.

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Annabelle

Liebt es in der Küche zu stehen, hat ein großes Herz (und einen großen Magen) für Kuchen, kocht aber auch sehr gerne (wegen des Magens, der nicht immer auf Kuchen steht ;)). Sonstiges: (Koch-)Bücher, Fotografie, Obst-& Gemüse-Anbau.

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