Dinkel-Roggen-Flammkuchen

Ein Klassiker aus dem Elsass/Pfalz/Baden, der es nun auch in meine Küche geschafft hat. Mittlerweile gibt es ihn, wie Burger (die gibt’s doch überall, oder?), in vielen Restaurants. Oft auch als vegetarische Option. Seltener in der klassischen Variante mit Speck. Aber dennoch oft genug, um mich zu inspirieren.

Schneller Flammkuchen - backdeinbrot

Die vegetarische Variante – ganz einfach mit roten Zwiebeln und ein paar grünen Lauchzwiebeln.

Was ich am Flammkuchen schätzen gelernt habe: Er beinhaltet sehr wenig Hefe, braucht kaum Zuwendung und noch viel weniger Zeit im heißen Ofen. Essen ist fertig! 🙂

Jetzt aber mal ohne irgendetwas zu beschönigen: Für Pizza fehlt auch mir manchmal die Zeit. Und die Geduld. Ja, ich weiß, nicht Birnen mit Äpfeln vergleichen. Aber der Flammkuchen ist halt doch schneller. Und so schön crunchy. Außerdem muss ich nicht vorher eine Tomatensoße ansetzen. Punkt für den Franzosen. 😉 Der Nachteil: Flammkuchen ist immer wieder so schnell gegessen. Schneller als er gebacken wurde. Da geht es der Pizza aber auch nicht besser.

Regionales Mehl aus der Hallertau

Flammkuchen mit Speckstückchen und Frühlingszwiebel, der Optik halber. 😉

Mittlerweile habe ich das Rezept schon in mehreren Varianten erprobt. Zucchini ist gut, braucht allerdings ein paar Kräuter. Nur Käse ist auch super, sollte aber sofort verzehrt werden. (Und für die Aussage bekomme ich jetzt wahrscheinlich einen Rüffel. Das ist sicher keine klassische Variante. 😉 )

ein unkompliziertes, schnelles Rezept für Dinkel-Flammkuchen

Die roten Zwiebeln sehen immer besonders hübsch aus, wie ich finde. Ein wenig psychedelisch, aber das ist ok so.

Rezept

100 g Dinkelmehl Type 630
50 g Roggenmehl 997 oder 1150
3 g Sauerteig
1 g Hefe
1/2 TL Salz
1 El Sonnenblumenöl (oder ein anderes, neutrales Öl)
70 g Wasser

Alle Zutaten miteinander vermischen und zu einem festen Teig verkneten. Zum Gehen entweder für ein paar Stunden (gerne auch über Nacht) in den Kühlschrank stellen, oder bei Zimmertemperatur gehen lassen. Grundsätzlich kann man dafür die Hefemenge auch erhöhen, das muss man aber nicht.

Den Ofen auf 240 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Ich habe meinen Teig in 4 Teile geteilt und diese dann mit der Pastamaschine platt gewalzt. Man kann sich aber auch ganz einfach mit einem Nudelholz behelfen. Vielleicht wird der Teig dann nicht ganz so dünn und braucht im Ofen ein paar Minuten länger, das sieht bzw. merkt man aber.

Ist der Teig ganz hauchdünn ausgerollt, kann er mit Creme Fraiche oder Schmand grundiert werden. Nicht zu viel, es darf auch gerne immer wieder der Teigboden durchgucken. Anschließend mit den Zutaten der Wahl belegen. Je weniger/dünner die Zutaten sind, desto weniger Zeit braucht der Flammkuchen im Ofen.

Sobald der Ofen die Temperatur erreicht hat, kann der fertig belegte Flammkuchen hinein. Ca. 10 Minuten backen. Aus dem Ofen wieder herausholen und sofort essen. Nicht abkühlen lassen. Während des Essens den nächsten Flammkuchen backen lassen.

Mehl aus der Kunstmühle Hofmeir

Noch einmal der ganze Flammkuchen: Nach nur 10 Minuten steht er fertig auf dem Tisch. Die Zeit braucht man nicht einmal, um ihn zu verputzen. 😉

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Annabelle

Liebt es in der Küche zu stehen, hat ein großes Herz (und einen großen Magen) für Kuchen, kocht aber auch sehr gerne (wegen des Magens, der nicht immer auf Kuchen steht ;)). Sonstiges: (Koch-)Bücher, Fotografie, Obst-& Gemüse-Anbau.

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